Flüchtiges Wissen für Mountainbiker #1

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Wissen für Mountainbiker in Kurzform: „Mountainbiker zerstören die Wege“, hört man immer wieder und scheint auch gängiges Allerweltswissen zu sein. Wusstet ihr, dass die Wissenschaft hierzu etwas ganz anderes sagt? Ein kurzer Überblick für die nächste Diskussionsrunde mit zeigefingerschwingenden Wanderern.

Eine kurze Internetrecherche über wissenschaftliche Studien zur Wegnutzung brachte folgende Punkte hervor:

Wanderer beanspruchen Bergwege mehr als Mountainbiker.

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Studie der Nutzung eines Bergweges inklusive simulierten Regens. Ein Vergleich verschiedener Nutzergruppen mit jeweils 100 Pesonen Wanderer, Reiter (zu Pferd), Mountainbiker und Geländemotorräder: Wanderer und Reiter setzen mehr Sedimente frei als Zweiradfahrer. Besonders starke Unterschiede zeigten sich, wenn die Nutzung auf nassen Wegen stattfand.

Wilson, J.P., Seney J.P. (1994): Erosional Impact of Hikers, Horses, Motorcycles, and Off-Road Bicycles on Mountain Trails in Montana, Mountain Research and Development, Vol. 14, No. 1, pp. 77-88, online abrufbar hier.

Wanderer haben Angst vor schnellen Bikern.

Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern sind selten. Ängste sind besonders auf Seiten der Wanderer vorhanden und betreffen hauptsächlich die hohe Geschwindigkeit der Biker.

Chiu, L. and Kriwoken, L. (2013): Managing Recreational Mountain Biking in Wellington Park, Tasmania, Australia. Annals of Leisure Research Vol6, Issue 4, online abrufbar hier.

Wanderer nutzen Bergwege ähnlich “ab” wie Biker.

Chiu und Kriwoken (2013) finden keinen Unterschied bei der durchschnittlichen Stärke der Wege“abnutzung“ zwischen den Nutzergruppen Wanderer und Biker.

Ebd.

 

Hinweis: Beide Studien messen die Bodenerosion von Wander- bzw. Bergwegen und -pfaden bzw. verschiedener Wegearten. Das vereinfachte Wort “Abnutzung” wurde hier zur Erhöhung der Verständlichkeit gewählt.

 

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