Freeriden und Nachhaltigkeit ergänzen sich eigentlich wunderbar. Wäre da nicht dieses fiese Innerer-Schweinehund-Tierchen, das uns die Anreise zum nächsten Freeridespot bequem per Auto erledigen lässt. Dabei geht es auch bequem UND naturverträglich und nachhaltig. Dieser Artikel widmet sich dem Freeriden mit den Öffis mit Fokus auf Tirol, Österreich. Wer nachhaltig zum Freeriden anreist kann beim VVT (Verkehrsverbund Tirol) SmartRider-Gewinnspiel auch noch einen von drei Skibau (bzw. Snowboard)- Workshops gewinnen und sein frisch und selbst erbautes Holzwerk in den Tiefschnee ausführen.

Freeriden und Nachhaltige Anreise ist kein Hexenwerk sagt des Freeriders Erfahrung, findet nur das Schweinehund-Tierchen und dein Lieblings-Autohersteller nicht so prickelnd. In diesem Artikel werdet ihr einige Tipps zum Freeriden mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden, unten findet ihr das VVT SmartRider Gewinnspiel. Die Tipps beschränken sich auf Skigebiete in Tirol, Österreich, sind aber auf weite Teile der Alpen anwendbar, insbesondere auch die Schweiz und Südtirol. Denn nicht nur die eidgenössische Präzisionseisenbähnlis fahren in Skigebiete, in Tirol geht die Anreise mit den Öffis mindestens genausogut.

Freeriden mit den Öffis – Geht nicht? Geht doch!

Ja, was solls, nimm lieber den großen Wagen von Papa, das bisschen Sprit, Hauptsache die Sitzheizung funktioniert auf Knopfdruck, egal ob unser 75+75kg von 3 Tonnen Aluminium und Stahl bewegt werden müssen. Natürlich fehlt einem bei der Anreise mit Öffis der beliebte “Parkplatz-Schwanzvergleich”: Wer parkt mit welchem und möglichst dem größten Auto wo. Ok, der Punkt geht an die Autoliebhaberfraktion.

Egal ob es aus den Süddeutschen Ballungsräumen wie Stuttgart und München oder direkt aus Tirol, Freeriden mit dem öffentlichen Nahverkehr ist eine töfte Sache. Und ja, auch Freeriders beliebte erste Gondel morgens erwischt man oft. Und man kann während der Anreise ganz genüsslich frühstücken, den Tag planen, Emails schreiben oder mit der alten Dame gegenüber ein nettes Schwätzchen halten.

Generelle Tipps zum Freeriden mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

(Deutschland und Österreich)

Planung vorab ist geboten. Wann und wie oft die Öffentlichen verkehren, findet sich auf den Websiten bzw. Apps von www.bahn.de für die weiter entfernten Anreisenden aus Deutschland, in Tirol und Österreich fährt man mit www.vvt.at bzw. der VVT SmartRide App (für iOS und Android verfügbar) zielsicher und in Echtzeit für alle Verkehrswege – Bahn, Bus, Fahrrad, zu Fuß, Auto und deren Kombinationen – was ziemlich hilfreich ist. Powder+ getestet.
Standort der Haltestellen vorab z.B. auf Google Maps/Earth anschauen und Karten offline am Smartphone speichern.
Pufferzeiten einplanen: Staus und Verspätungen gehören zum Reisen dazu. Der kluge Reisende plant Pufferzeiten mit ein. Drei Minuten Umsteigezeit könne auch mal nicht reichen, meist fährt man dennoch pünktlicher als mit einem Auto im Stau.
Für Tagesfahrten empfiehlt es sich den Hin- und Rückweg zur Bushaltestelle bzw. Bahnhof für Skifahrer mit leichten und dünnen Schuhen zu bewältigen. Diese lassen sich beim Skifahren leicht im Freeride- oder Tourenrucksack verstauen.
Viele detaillierte Skitouren mit Hinweisen zum Öffentlichen Nahverkehr in Tirol finden sich in der Broschüre des Alpenverein Sektion Innsbruck
Zug- und Busfahrscheine sind teilweise mit einer gültigen Skikarte inklusive (z.b. im Zillertal, Innsbruck etc). Hier lässt sich oft bares Geld sparen.
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Arlberg-Klassiker oberhalb St.Christoph. Unten am Arlbergpass gehts per Bus z.B. weiter nach Lech.

Freeride-Gebietstipps für Öffentlich Reisende

Einige Skigebiete sind aufgrund ihrer geografischen Lage sehr zügig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Je nach Ausgangsort ist das manchmal sogar weitaus schneller als per Auto und Parkplatzsuche bzw Gebühren entfallen – St.Anton am Arlberg als Paradebeispiel.

Arlberg

Die Arlberg-Region ist eine der beliebtesten und bekanntesten Freeridegebiete der Alpen. Weitläufiges und abwechslungsreiches Gelände und viele großen Stauniederschläge sind in von Lech bis St.Anton am Arlberg oft zu finden. Was wenige wissen: Der Bahnhof in St.Anton ist nur einen mittelmotivierten Steinwurf von der Galzig-Talstation entfernt. Nach St.Anton am Arlberg mit dem Zug zum Freeriden zu fahren ist nicht nur bequem, sondern man spart sich auch noch die 7 Euro Parkplatzgebühr für das Auto im ganzen Ortsgebiet. Die Railjets sind bequem und ab Innsbruck oder Bregenz schafft man die begehrte erste Gondel für frische Spuren ohne Probleme und kann dabei noch ganz ohne Stress und genüsslich seinen frischen Morgenkaffe und Croissant genießen.

Zillertal

Das Zillertal ist wohl das beliebteste Tal für Skifahrer und Freerider aus dem Süddeutschen Raum. Freerider schätzen die Hänge rund um die 150er-Tuxbahn im Gebiet Mayrhofen, die Firntouren am Zillertaler Gletscher und die Neuschneemengen in Hochfügen. Die Lifte erschließen weitläufiges Gelände und mit ein wenig Fußmarsch erwischt man oft tagelang nach dem letzten Schneefall noch unverspurte Runs wie z.B. rund um den majestätisch thronenden Gilfert oder die Wetterkreuzspitze zwischen Hochfügen und Kaltenbach. Für den frühen Start in den Neuschnee empfiehlt es sich mit der Zillertalbahn ab Jenbach bis Station Kaltenbach oder Mayrhofen zu fahren. Die Haltestellen sind mit wenigen Schritten an den Talstationen der Skigebiete.

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Skitour am Gilfert in Hochfügen. Die Anreise mit Zug und Zillertalbahn reicht aus Innsbruck und München für eine der ersten Spuren am Berg.

Mit Skiticket und Skiausrüstung sind die Zillertalbahn und Skibusse ab/bis Jenbach gratis.

Linktipps: www.hochzillertal.com, www.zillertalarena.com, www.mayrhofner-bergbahnen.com

Innsbrucker Hausberge

Die Landeshauptstadt Tirols ist für Wintersportler eine echte Perle und so wohl einzigartig auf unserem Planeten. Der Transport mit Bussen ist zu allen neun Hausskigebieten mit Wintersportausrüstung gratis. Auch Freerider profitieren davon natürlich. Der Powderalarm und die Neuschneemengen an der Hungerburg Talstation sind berühmt und berüchtigt. Ruhiger und gemütlicher geht es auch von der Geografie her in den Hausgebieten Schlick2000 und Axamer Lizum zu. Bei Schlechtwetter sucht man sich den Neuschnee am besten unweit der Gondelbahn in den Latschenhängen, bei schönem Wetter laden Freeride-Touren im beeindruckenden, dolomitartigen Gestein des Kalkkögel-Massivs Kenner zu steilen Rinnenabfahrten ein. Für Skitouren wie die im Sellrain, auf Gamskogel, Nockspitze oder Pockkogel ist es ohnehin sinnvoller, das Auto spätestens in Axams stehen zu lassen und Hin- und Rückweg per gratis-Skibus zurückzulegen.

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Eine der Lieblingsabfahrten rund um Innsbruck. Am Talausgang fährt der (Gratis-)Bus viertelstündig.

Die Skibusse starten in Innsbruck alle am Hauptbahnhof. Linktipp: www.innsbruck.info/freeride-city

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Irgendwo zwischen Freeriden, Cafetrinken und Bushaltestelle war noch Zeit für ein schnelles Foto der malerisch verschneiten Mariahilf-Häuserwand.

Stubaier Gletscher

Freerider schätzen am Stubaier Gletscher die leichte Erreichbarkeit aus Deutschland, Tirol und Italien und das große Potential für ausgedehnte Frühjahrstouren dank der Höhenlage. Die Paradeskitour ist die auf das markante Zuckerhütl. Der einfache Zustieg mit den Bergbahnen macht diese Gletscherskitour über das Pfaffenjoch so beliebt. Wer mit dem Bus unterwegs ist, dem empfiehlt sich besonders die Abfahrt über den Sulzenauferner. Landschaftlich interessanter ist diese Abfahrtsroute allemal, und Busfahrer müssen ihr Auto am Nachmittag nicht noch mühsam am Gondelparkplatz abholen. Die An- und Rückfahrt zum Stubaier Gletscher kostet ab Innsbruck lediglich 7 Euro.

 

Gewinnspiel VVT SmartRider (*)

spurart, innsbruck, freeridecity, freeride, freeride-city, vvt, smartrider, öffis, öffentlicher nahverkehr, freeriden mit den öffisWer die Öffis nutzt ist nachhaltig und umweltschonend unterwegs und agiert ganz im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der schönen Alpennatur. Ganz schön smart finden das wir und auch der VVT (Verkehrsverbund Tirol). Beim passenden SmartRider-Gewinnspiel gibt es für die smarten Freerider unter euch drei schöne und nützliche Preise abzustauben. Je ein Skidesign, eine Story oder ein Bild rund ums Thema „Freeriden mit Öffis“ bis zum 31.12.2015 hier einsenden und einen Freerideski oder Snowboard-Selbstbau-Workshop bei den netten Menschen von SPURart gewinnen. Die Gewinner dürfen den Ski/ das Snowboard mit dem Gewinner-Design erst selbst unter fachkundiger Anleitung erbauen und dann fachgerecht einsetzen.

Alle Teilnahmebedingungen findet ihr unter www.vvt.at/wettbewerb

*Offenlegung: Bezahlte Anzeige

Dieser Artikel wurde durch eine Werbeeinblendung des Verkehrsverbund Tirol (VVT) unterstützt. Die hier vertretene Meinung der Powder+ Redaktion ist und bleibt unbeeinflusst.

 

Buchtipp: “PowderGuide Tirol – Die besten Freeridetouren” Zu den Start- und Endpunkte, sind zu den 55 Freeride-Touren die Haltestellen und Umsteigepunkte, sofern möglich, angegeben.

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