Freeriden ist eine naturnahe Sportart. Als Freerider nutzt man gerne die gegebene Infrastruktur und zieht von dort in den unberührteren Teil der Natur. Viele Freerider denken, dass ein Auto dazu zwingend nötig ist. Dabei sind gerade bei Freeridetouren die Öffentlichen Verkehrsmittel oft die wesentlich angenehmere Transportart. Schneller, angenehmer, günstiger und umweltfreundlicher ohnehin. Am Beispiel der Freeridetour Lizum-Sellrain zeigen wir, wie ihr die Öffis sinnvoll in eure Planung einbezieht.

Gewinnspiel VVT SmartRider (*)

(*Bezahlte Anzeige)
spurart, innsbruck, freeridecity, freeride, freeride-city, vvt, smartrider, öffis, öffentlicher nahverkehr, freeriden mit den öffisWer die Öffis nutzt ist nachhaltig und umweltschonend unterwegs und agiert ganz im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der schönen Alpennatur. Ganz schön smart finden das wir und auch der VVT (Verkehrsverbund Tirol). Beim passenden SmartRider-Gewinnspiel gibt es für die smarten Freerider unter euch drei schöne und nützliche Preise abzustauben. Je ein Skidesign, eine Story oder ein Bild rund ums Thema „Freeriden mit Öffis“ bis zum 31.12.2015 hier einsenden und einen Freerideski oder Snowboard-Selbstbau-Workshop bei den netten Menschen von SPURart gewinnen. Die Gewinner dürfen den Ski/ das Snowboard mit dem Gewinner-Design erst selbst unter fachkundiger Anleitung erbauen und dann fachgerecht einsetzen.

Alle Teilnahmebedingungen findet ihr unter www.vvt.at/wettbewerb

Freeriden mit den Öffis in Tirol

Entlang der Hauptverkehrsrouten (Inntal, Brenner etc.) und insbesondere entlang der Zuggleise und in Nähe der Städte ist Freeriden mit den Öffis eine ziemlich angenehme Sache. Die Übersichtskarte zeigt anhand der Ampelfarben wie schnell und einfach in etwa der Zugang zu euren Freeridespot sein wird.

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Von grün (leicht erreichbar) bis hin zu rot (schwieriger erreichbar): Die Übersichtskarte für Tiroler Öffi-Freerider. Aus: Powderguide Tirol: Die besten Freeride-Touren, BEV.

Wann und wie oft die Öffentlichen verkehren, findet sich auf den Websiten bzw. Apps von www.bahn.de für die weiter entfernten Anreisenden aus Deutschland, in Tirol und Österreich fährt man mit www.vvt.at bzw. der VVT SmartRide App (für iOS und Android verfügbar) zielsicher und in Echtzeit für alle Verkehrswege – Bahn, Bus, Fahrrad, zu Fuß, Auto und deren Kombinationen – was ziemlich hilfreich ist. In eigentlich jedem Tiroler Tal ist genug Netz vorhanden, damit die VVT SmartRider App flüssig läuft. Powder+ empfiehlt für die strukturschwachen Täler die geplante Zurück-Verbindung als Screenshot zu speichern. Wer seine CO2 Emmissionen wissen möchte, clickt hier bei seiner Verbindung links auf das grüne Blättchen.

Der kluge Freerider lässt bei so mancher Tour besser sein Auto stehen und nutzt die Öffis. Wäre man nicht so auf das Auto als Transportmittel fixiert, man würde sich wundern, wie oft man schneller, angenehmer, günstiger und umweltfreundlicher unterwegs wäre. Gerade die wenig verspurten “Tal-zu-Tal”-Touren werden mit Bus und Bahn deutlich attraktiver. Am Beispiel der Freeridetour Lizum-Sellrain zeigen wir, wie ihr die Öffis sinnvoll in eure Planung einbezieht.

Freeridetour mit den Öffis: Von der Axamer Lizum ins Sellrain

Diese recht einfache und meist sehr einsame Durchquerung bietet viele Abfahrtshöhenmeter bei relativ kurzem Aufstieg und einen spektakulären Panoramablick auf die Kalkkögel.

Abfahrt 1
Die erste Abfahrt führt von der Bergstation der Olympiabahn am Hoadl nach Westen zur Kemater Alm. Es gibt zahlreiche Varianten. Am einfachsten folgt man einem Graben, der etwas südlich von der Bergstation direkt rechts der Piste beginnt. Sobald der Graben enger wird, quert man wenige Meter nach riders’ left und hält sich weiter links durch eine Schneise im schmalen Waldgürtel. Dieser folgt man zur Kemater Alm. Etwas steiler sind die Abfahrten direkt vom Hoadlsattel.

Aufstieg
Etwas unterhalb der Kemater Alm überquert man zunächst noch auf einer Brücke den Bach, spätestens dann heißt es aber Felle aufziehen. Man folgt einem gut sichtbaren, flachen Fahrweg für 10 bis 20 Minuten taleinwärts (SSW) und steigt dann durch kupiertes Gelände nach Westen auf. Als Ziel der Tour bietet sich der Angerbergkopf (2399 m, Gipfelkreuz) an, prinzipiell ist ein Übergang ins Fotschertal aber fast überall am Grat zwischen Grieskogel (2158 m) und Schaflegerkogel (2405 m) möglich.

Abfahrt 2
Für die Abfahrt wählt man eine geeignet erscheinende Variante im weitläufigen, offenen Gelände am Angerbergkopf und fährt nach Westen in Richtung der Gebäude der Furggesalm ab. Nach der Alm noch ein kurzes Stück durch den Wald, bis man auf einen Forstweg trifft. Diesem folgt man zunächst ein gutes Stück nach Südsüdwesten/Süden, bis er wieder nach Norden abbiegt. Nach einer Weile erreicht man schließlich eine Rodelbahn, die einen bis an den Parkplatz an der Straße von Sellrain nach Tanneben bringt. Bei sehr guter Schneelage kann alternativ auch direkt weiter durch den Wald zur Rodelbahn abgefahren werden, oder man bleibt bewusst auf dem Forstweg und kehrt beim Alpengasthof Bergheim ein. Vom Parkplatz muss man entweder die Straße nach Sellrain zu Fuß bewältigen (15–20 Min.) oder mit den Ski am Straßenrand entlangqueren. Die nächste Bushaltestelle befindet sich in Sellrain an der Hauptstraße (Sellrain Gasthof Neuwirt östlich bzw. Feuerwehr westlich der Kreuzung zur Hauptstraße nur wenigen Meter)

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Freeridetour Lizum Sellrain. Zwei schöne Abfahrten, verbunden mit nur einem Aufstieg in ruhiger Landschaft. Der Smarte Freerider nimmt die Öffis und spart damit Zeit, Geld und CO2-Ausstoß.

Informationen

Schwierigkeit: **
Besondere Gefahren: –
Durchschnittliche Steilheit/Maximale Steilheit: 30° | 35°
Exposition: W und O
Höhenmeter Start und Ziel: 2340 m | 900 m
Höhenmeter bergauf und bergab: 720 m | 2160 m
Dauer: 4–5 Std.
Beste Jahreszeit: Dez–März
Bar/Restaurant: Kemater Alm, Alpengasthof Bergheim
Anfahrt: Von der Inntalautobahn Ausfahrt Zirl-Ost zunächst nach Kematen, dann nach Axams und von dort in die Axamer Lizum. Kostenlose Skibusse von Innsbruck,Axams, Birgitz und Götzens, kostenpflichtige Busverbindungen von Sellrain nach Innsbruck. Verwendung der Busse empfehlenswert.
Adressen: Bergbahn Axamer Lizum, www.axamer-lizum.at, +43 (0) 523 46 82 40, Tourismusverband Innsbruck, www.innsbruck.info/axams, +43 (0) 523 46 81 78
Bergführer: Othmar Hauer, www.othmarhauer.at, +43 (0) 699 149 68 127
Topografische Karten: Alpenvereinskarte Innsbruck und Umgebung, 1:50.000
Tipp: Eine einfache Bergfahrt zum Hoadl kostet nur 8.– und ist für die beschriebene Freeride-Tour völlig ausreichend.

*Offenlegung: Bezahlte Anzeige

Dieser Artikel wurde durch eine Werbeeinblendung des Verkehrsverbund Tirol (VVT) unterstützt. Die hier vertretene Meinung der Powder+ Redaktion ist und bleibt unbeeinflusst.

 

Buchtipp: “PowderGuide Tirol – Die besten Freeridetouren” Zu den Start- und Endpunkte, sind zu den 55 Freeride-Touren die Haltestellen und Umsteigepunkte, sofern möglich, angegeben.

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