Natural Progression – Survival of the Sickest

Natural Progression – Survival of the Sickest lautet der Titel eines nett gemachten privaten Freeridefilms einiger Studenten aus Innsbruck. Studenten hier in der Alpenmetropole sind bekannt dafür, dass der Fokus des Studiums eher auf Bergsport als dem Studium liegt. Dennoch schafft es der fiktive Charakter Chuck Darwin, gespielt von Stefan Ager, mit beeindruckender Selbstironie die eigene Sickness gekonnt zu umspielen und plakativ humorvoll zu hinterfragen. Ein Bonmot mit Hintergrund, das zum Lachen anregt und vielleicht auch den ein oder anderen zum Nachdenken.

Kleine Freeride-Geschichtsstunde “hinunteragern” vs. “McGovernin'”

 

Stefan Ager, der Name hat es zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht. Der ein oder andere Freerider mag sich noch an ein Kurzvideo erinnern. Einen Hang “hinunteragern” soll seitdem in manchen Freeride-Kreisen zum Alltagsgebrauch gehören. Sein Sturz über einen 300 Meter felsdurchsetzten Steilhang am Stubaier Gletscher hat es zu weltweiter Berühmtheit geschafft. Herr Ager überlebte, wie durch ein Wunder unverletzt.

Artverwandt ist diese Spielart des Hinunterstürzens übrigens mit dem nicht minder bekannten “McGovernin’“, bennant nach mehreren eher unglücklich verlaufenen Runs eines gewissen Herrn Aaron McGovern (z.B. im Film MSP- Focused zu sehen). Der Unterschied scheint trivial, auf die Details aber kommt es an: “Hinunteragern” bedeutet einen Hang hinunter zu stürzen, den man nicht befahren wollte, “McGovernin” ist das mit möglichst vielen Salti bestürzen eines Hanges, den man tatsächlich mit Ski befahren wollte – auch ferner bekannt als “tomahawking“.

Hätten wir das also geklärt. Beide Spielarten können, müssen aber nicht, zur Erklärung Darwins Theorie “Survival of the fittest” angewandt werden. Der selbstironische Umgang mit dem Sturz im Stubaital zeigt, dass Herr Ager die Folgen des Unfalls scheinbar überwunden hat.

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